Verena Brades Bücherwelt

fremde wahrheit         Teil 1

„Drei Frauen finden im Laufe von vierzig Jahren immer wieder zueinander, ohne zu wissen, was in Wirklichkeit sie am tiefsten verbindet.

Aber zum Anfang: Es ist der 13. April 1978, als in einem Leipziger Klinikum ein Frühchen geboren und sofort von der jungen Mutter getrennt wird, der man später mitteilt, dass sie eine Fehlgeburt erlitten hätte. War das so, oder doch Praxis in der DDR jener Zeit, um technologische Defizite zu kaschieren und Statistiken zu schönen, ein ungeschriebenes Gesetz, dem man frag- und kritiklos folge leistete? Und doch gibt es Personal in dieser Klinik, dass sich mit dem Urteil, welches über das Kind gefällt wurde, nicht abfinden kann und möchte. Hinter einem Vorhang kommt es zu einer Auseinandersetzung, die Basis für das Schicksal der in diesem Roman handelnden Personen ist. Eine von ihnen ist die Schwesternschülerin Pia, die Zeugin der Geburt war und nun vor dem Vorhang steht.“

julia lautlose wahrheit           Teil 2

Julia ist eine aufgeschlossene, intelligente Frau, die ein selbstbestimmtes Dasein führt. Zeiten des Träumens liegen längst hinter ihr, denn die Optionen des realen Lebens haben sie geerdet. In ihrer kleinen Welt hat sich die Lehrerin gut eingerichtet. Eines Tages jedoch wird diese Welt durch einen diabolischen Vorfall, der viele Jahrzehnte zurückliegt, fundamental erschüttert.
Aber wie weit gehen Menschen, um das eigene Versagen totzuschweigen? Welche Rolle spielt ihre neue Freundin Anne dabei? In der Offenbarung menschlicher Abgründe zeigen sich die dramatischen Folgen einer einzigen Fehlentscheidung, nicht nur für Julias und Annes Schicksale.

Sie schrie nie

1960. Die dreizehnjährige Sonja ist nach der Schule fast immer sich selbst überlassen. Aus Langerweile stöbert sie in den verbotenen Kellerräumen ihres Wohnhauses. Dabei macht sie einen grausigen Fund. Jedoch schenken ihr die Erwachsenen kein Gehör. Sie sind mit sich selbst beschäftigt. Auch als weitere merkwürdige Dinge im Haus geschehen, schaut man weg. Schließlich wohnt man in einem ehrenwerten Haus. An einem Sommertag im August löst ein simpler Vorfall eine verheerende Kettenreaktion aus. Jetzt kann niemand mehr wegschauen oder weghören. Ein tiefgründiger, kritischer Blick in den Alltag und das Familienleben zu Beginn der 2. Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts.

Das Leben vergisst nicht

1997. Die Panther, eine elitäre Clique feiern das bestandene Abitur. In den vergangenen neun Jahren beeinflussten sie mit ihrem dominant renitenten Auftreten den Schulalltag des Münchner Goethe-Gymnasiums wesentlich. Sie bestimmten den Ton in der Schülerschaft. Und auch im Unterricht scheuten nur sehr wenige Lehrer die direkte Auseinandersetzung mit diesen sechs Jugendlichen nicht. Zum geplanten Wiedersehen nach 25 Jahren treffen sich die Mitglieder der Panther in der Schweiz. Die anfängliche Entfremdung weicht nach kurzer Zeit bereits der alten Vertrautheit. Wie einst in der Schule, so ging auch als Erwachsener jeder erfolgreich seinen Weg. Doch dann ist plötzlich Paul, einer von ihnen, verschwunden. Allmählich und anfangs beinahe unbemerkt holen sie die Schatten ihres skrupellosen Verhaltens aus der Jugend ein.

Es war nur ein Spiel

Lennard Jenson stört der Geruch der Toten nicht. Lautlos erzählen sie ihm ihre Geschichten. Wie das zwölfjährige Mädchen im Kühlfach Nummer drei.

Für die Lebenden interessiert sich der Rechtsmediziner kaum.

Nur mit Leon Kreisig von der Mordkommission spielt er regelmäßig Schach und führt tiefsinnige Gespräche.

Dessen neuester Fall berührt ihn auch persönlich. Ein ungelöster Cold Case.

Villa Antonia

In der Villa Antonia wohnen vier Generationen der Familie Lichter. Die selbstbewusste und bestimmende Marlene ist das Oberhaupt. Mit Hingabe kümmert sie sich um Haushalt und Pension. Als ihre Enkeltochter Kim in eine Künstlerkolonie nach Los Angeles auswandern will, droht ihr Lebensmodell zu zerbrechen. Aber Marlene lässt niemanden ziehen.